Brandschutz geht jeden an

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Haus- und Wohnungsbrände entstehen schnell und das aus unterschiedlichsten Gründen. Vor allem um die Adventszeit entstehen viele Brände mit teils tragischen Folgen. Im Winter rückt die Landshuter Feuerwehr wiederholt wegen unbeaufsichtigten Kerzen oder einer offenen Kaminofentür aus. Brandschutz ist jedoch nicht nur in der Advents- und Weihnachtszeit ein wichtiges Thema. Kabelbrand, defekte Elektrogeräte, vergessene Bügeleisen: Die Gefahr für Hab und Gut, die von Bränden ausgeht, wird von den meisten Menschen unterschätzt. Doch Brandschutz ist kein lästiges Übel, sondern eine lebensrettende Maßnahme. Bauherren, Hausbesitzer und Wohnungseigentümer müssen sich Gedanken machen, wie sie sich und ihre Nachbarn gegen Flammen und auch Rauch schützen und Brände vorbeugen. Die Bayerische Bauordnung schreibt dazu: „Bauliche Anlagen sind so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und instand zu halten, dass der Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung von Feuer und Rauch (Brandausbreitung) vorgebeugt wird und bei einem Brand die Rettung von Menschen und Tieren sowie wirksame Löscharbeiten möglich sind.“

Beim Brandschutz trägt also grundsätzlich der Bauherr die Haftung. Dabei ist es unerlässlich beim Neubau, oder bei einer Renovierung und Sanierung darauf zu achten nur zugelassene Baumaterialien zu verwenden. Besonders effektiv im Brandschutz wirkt sich die Verwendung von nichtbrennbaren Stoffen aus: Beton, Ziegel oder Mineralwolle zum Beispiel sind von Natur aus nicht brennbar und können so Feuer verhindern bzw. zumindest verzögern. Das verschafft wichtige Zeit bei einem Feuerwehreinsatz.

Aber auch Bewohner von Bestandshäusern tun gut daran sich um den Brandschutrz ihrer Immobilie zu kümmern. In Kellern und auf Dachböden wird meist ein Sammelsurium an leicht entflammbaren Dingen gelagert. Papier, Kleidung, Spielsachen. Hier hat Feuer ein leichtes Spiel. In den meisten Kellern kommen noch leicht entzündliche Flüssigkeiten, Gase und der Heizkessel hinzu.

Ein Funke genügt und der Keller kann in Flammen stehen. Je nach Feuerwiderstandsdauer ist die Wirkungsdauer von Feuer- und Brandschutztüren begrenzt. Aber auch sie verschaffen Zeit und helfen dabei eine schnelle Ausbreitung des Feuers oder Rauchs zu verhindern.

Lebensretter Rauchmelder

Rauchmelder sind mittlerweile in sowohl Neu- als auch Bestandshäusern nicht nur in Bayern, sondern in fast allen Bundesländern zwingend vorgeschrieben.

Mindestens ein Rauchmelder sollte im Flur jede Etage des Hauses sowie in Schlafzimmern, Kinderzimmern, Keller und Dachboden eingebaut werden. Die Rauchmelder sollten stets an der Zimmerdecke und mittig im Raum montiert sein und mindestens einmal im Jahr auf ihre Funktionstüchtigkeit hin überprüft werden.

In der Küche und im Bad werden keine Rauchmelder empfohlen, da es hier häufig zu Fehlalarmen durch Wasserdampf und Dunst kommen kann.

Denken Sie über die Anschaffung eines Feuerlöschers nach

Mit einem Feuerlöscher kann häufig ein großer Brand verhindert werden. Sollten Sie sich für eine Anschaffung entscheiden, statten Sie insbesondere wenn Sie in einem großen, gar in einem Mehrfamilienhaus wohnen, auch den Heizungskeller und die Garage mit Feuerlöschern aus.

Besonderheit in Altbauten

Bedenken Sie zudem, dass eine Brandgefahr auch „unter Putz“ lauern kann: Stromleitungen haben eine durchschnittliche Lebenserwartung von circa 30 Jahren. Insbesondere Eigentümer alter Häuser sollten die Leitungen also beizeiten prüfen lassen. Die Kosten einer solchen Überprüfung durch einen Elektriker belaufen sich auf etwa 500,00 Euro. Wenn in diesem Zuge Gefahrenquellen sichtbar werden kommen natürlich weitere Kosten auf die Hauseigentümer zu. Das kann manchmal teuer werden, aber ein Hausbrand ist wesentlich schlimmer.