Bundesregierung plant Solardach-Pflicht für Neubauten und Dachsanierungen

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Das Bundesfinanzministerium will laut eines bis dato lediglich vertraulichen Entwurfs Photovoltaik und Solarthermieanlagen ab 2022 verpflichtend machen. Demnach müssten schon ab dem nächsten Jahr auf allen Dächern von Neubauten Solaranlagen installiert werden. Ein Jahr später würde dies dann auch bei größeren Dachsanierungen von Bestandsimmobilien vorgeschrieben werden. Die Bundesregierung verschärft damit die Regeln für Hausbauer und Immobilienbesitzer massiv. Es ist unbestritten, dass das größere Potenzial beim Einsparen von Energie in bereits bestehenden Gebäuden liegt. Schließlich brauchen sie im Schnitt zum Heizen etwa 3x so viel Energie wie Neubauten. Rund 85 Prozent des gesamten Energiebedarfs setzen private Haushalte für das Beheizen von Räumen und Warmwasser ein.

Auch sonst werden höhere Energiestandards in allen Bereichen angestrebt. Die Regierung hat vor, die Dämmungsregeln zu verschärfen. So sollen alle Neubauten ab 2023 den Energieeffizienz-Standard EH-55 erfüllen, ab 2025 soll dann der noch höhere Standard EH-40 gelten. Die Zahl steht dabei jeweils für den prozentualen Energieverbrauch im Vergleich zu einem vergleichbaren Neubau. Das heißt konkret: Neubauten sollten in 2 Jahren einen Energieverbrauch haben der nur noch 55 Prozent, in vier Jahren nur noch 40 Prozent eines Standardgebäudes beträgt.

Das Bundeskabinett hatte Mitte Mai neben dem Entwurf für ein geändertes Klimaschutzgesetz ein Sonderprogramm (auch „Klimapakt“) mit Maßnahmen zur Umsetzung der neuen Klimaziele auf den Weg gebracht und darin unter anderem die genannten hohen Standards bereits angekündigt.

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Wie die Immobilienbranche reagiert

 

Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) begrüßt die klimapolitischen Ziele der Bundesregierung, in deren Fokus vor allem, die Verringerung des CO2 -Ausstoßes steht, mahnt aber darüber hinaus an, die richtigen, technologieoffenen und wirkungsvollen Methoden zum Klimaschutz anzuwenden. Der GdW fordert regelmäßig ein Umdenken bei der Gebäudesanierung.

Ein Paradigmenwechsel, so die Forderung, müsse her: weg von immer teureren energetischen Sanierungen und immer mehr Dämmung – die häufig auch teuer für die Mieter seien –, hin zu dezentraler, CO2-armer Energieerzeugung und besserer Gebäudetechnik. „Wer zum Beispiel mehr Dämmung bei Gewerbeimmobilien fordert, wird höhere Kühlkosten ernten“, so ZIA- Präsident Andreas Mattner.

Daher müsse die Bundesregierung die Innovationspartnerschaft zwischen Verwaltung und Branche aus der vorigen Legislatur wieder aktivieren. Fakt ist: Zur Erreichung eines klimaneutralen Gebäudesektors sind unverzüglich enorme Investitionen in den Wohnungsbestand erforderlich. Damit Wohnen trotzdem bezahlbar bleibt, muss Deutschland bei der Finanzierung der energetischen Sanierung neue Wege gehen.

 

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