Grillen im Mietrecht

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Im Sommer 2021, der zwischen Gewitter, Sturm und erneutem Regenguss nicht nur in Landshut heuer nur ab und an, wenige Stunden stattzufinden scheint, springen Sie alle auf einmal ins Freie: Den Grill begeisterten! Schließlich gibt es für viele Menschen nichts Schöneres, als am lauen Sommerabend gemütlich zu grillen. Doch vor allem in den Mietshäusern der Stadt ist nicht jeder vom Geruch und vor allem vom Rauch begeistert. Wenn der Nachbar nämlich abends bei offenem Fenster lieber gemütlich vor dem Fernseher entspannen will, dann freut er sich kaum, wenn der Qualm der Grillparty von nebenan in seine Bude zieht. Wir, von der Holzner Immobilien GmbH erklären, wann und wie im Mietshaus gegrillt werden darf.

Wann ist Grillen erlaubt?

In der Regel dürfen Mieter einer Wohnung grillen, vorausgesetzt es gab nicht einen Mehrheitsbeschluss bei einer Eigentumsversammlung, bei dem ein Grillverbot auf Balkon, Rasenfläche sowie Terrassen für alle Bewohner gleichermaßen beschlossen wurde. Aus rechtlicher Sicht gehört der Balkon zur Wohnung und ist somit wie ein Zimmer zu behandeln. Solange die Hausordnung also nichts anderes vorsieht, der Blick in den Mietvertrag verrät es, ist Grillen grundsätzlich erlaubt. Mieter, die ein in der Hausordnung festgelegtes Grillverbot allerdings missachten, riskieren neben einer Abmahnung vielleicht sogar die Kündigung durch den Vermieter. Eine generelle Angabe zur erlaubten Häufigkeit des Grillens gibt es nicht. Wenn Sie hierzu keinerlei Angaben in Ihrem Mietvertrag finden, versuchen Sie sich am besten mit Ihren Nachbarn zu einigen und sprechen Sie im Zweifelsfall mit ihrem Vermieter.

Wenn gegrillt werden darf, gilt wie bei vielen anderen Lebenssituationen auch, das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme. Versuchen Sie also Beeinträchtigungen für Ihre Nachbarn möglichst gering zu halten und unter Einhaltung gewisser Regeln zu grillen: Das heißt sprechen Sie vorher mit ihren Nachbarn, grillen Sie zeitlich beschränkt und beachten Sie auf jeden Fall die geltenden Ruhezeiten. Achten Sie zudem darauf, dass Geruchsemissionen nicht konzentriert in Wohn- oder Schlafräume von Nachbarn dringen. Wir haben ein paar Tipps für weniger Rauchentwicklung beim Grillen:

Tipps für weniger Qualm und Nachbarschafts-Stress beim Grillen

Stechen Sie nicht ins Fleisch, sonst tropft Fett auf die Glut und es entsteht mehr Rauch. Besser: eine Grillzange verwenden. Tupfen Sie das Grillgut mit Marinade etwas ab, bevor Sie es auf den Rost legen. Auch die tropfende, ölige Marinade führt zu mehr Rauch. Benutzen Sie eventuell Aluschalen um Fett und Marinaden aufzufangen. Reinigen Sie den Rost nach der Benutzung gründlich. Alte Essensreste die beim Grillen auf dem Rost verbrennen entwickeln viel Qualm. Sorgen Sie für eine gute Luftzufuhr. Wenn die Glut genug Sauerstoff bekommt, entsteht nicht so viel Rauch.