Neue Falle bei KfW-Förderprogrammen: Verlust der Förderung?

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Zum 1. Juli 2021 wird das KfW-Programm „Energieeffizient bauen“ gegen das Programm „Wohngebäude Kredit“ ausgetauscht – mit Teils besseren Fördermöglichkeiten für Bauherren. Dennoch drohen jetzt Fallen, die zu einem Verlust der Förderung führen können. Denn Finanzvermittler werden für das zwingende Beratungsgespräch nicht mehr explizit genannt. Zudem muss das Beratungsgespräch jetzt über ein KfW-Formular dokumentiert werden. Werden hier Fehler in der Übergangszeit gemacht, kann dies zu einem Verlust des Förderanspruchs führen.

 

Was ist passiert beziehungsweise neu?

Zum Jahresbeginn 2021 ist die neue Bundesförderung für effiziente Gebäude, kurz BEG genannt, in Kraft getreten. Neben der eigentlichen Neustrukturierung, was soll wie und in welcher Höhe gefördert werden, hat sich das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie daran gemacht, die Zuständigkeiten für Kredite und Zuschüsse neu zu ordnen.

Potenziellen KfW-Kreditnehmern droht der Verlust ihrer fest eingeplanten Förderung, wenn sie nicht höllisch aufpassen. Ab dem 1. Juli 2021 ändern sich die Bedingungen und die KfW lässt eine wichtige Säule der Baufinanzierungsberatung, die Vermittler – und damit auch die Kunden –, aktuell im Regen stehen.

 

Was ist passiert beziehungsweise neu?

Zum Jahresbeginn 2021 ist die neue Bundesförderung für effiziente Gebäude, kurz BEG genannt, in Kraft getreten. Neben der eigentlichen Neustrukturierung, was soll wie und in welcher Höhe gefördert werden, hat sich das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie daran gemacht, die Zuständigkeiten für Kredite und Zuschüsse neu zu ordnen.

Im Wesentlichen spielt die Musik ab dem 1. Juli 2021 in den neu geschaffenen Programmen „Wohngebäude – Kredit 261, 262“, die die bisherigen Programme „Energieeffizient Bauen – Kredit 153“ und „Energieeffizient Sanieren – Kredit 151, 152“ ablösen.

Sowohl die noch bis Ende Juni gültigen Kreditvarianten als auch die neuen Kreditprogramme haben die Zielsetzung, energetisch sparsame Wohnungen und Häuser als Neubau oder im Bestand zu fördern. Dabei ist neben einem marktgängigen Zinssatz der von der KfW gewährte Tilgungszuschuss das alles schlagende Argument. Dabei gilt der Grundsatz: je energieeffizienter das Gebäude desto höher der Tilgungszuschuss.

 

Vor dem Abschluss eines Kaufvertrages beziehungsweise dem Beginn einer Baumaßname ist der Kreditnehmer verpflichtet, sich im Rahmen seiner Finanzierung im Hinblick auf Darlehensmittel der KfW in einem sogenannten Erstgespräch zu informieren. Versäumt er dies, zum Beispiel vor dem Abschluss eines notariellen Kaufvertrages für eine Eigentumswohnung, kann er den Zustand nachträglich nicht heilen. Jegliche KfW –Förderung entfällt. Auch bis hierhin bleibt alles beim Alten.

Der entscheidende Unterschied ist ein kleines Detail. Bei den bisherigen Programmen 151, 152 sind neben den Banken, Sparkassen, Bausparkassen und Versicherungen auch die Finanzvermittler autorisiert, die Erstberatung durchzuführen. In den neuen Programmen 261, 262 werden die Finanzvermittler zwar nicht ausdrücklich ausgeschlossen, aber aufgeführt sind sie nicht. Neu überdies ist, dass das Erstgespräch künftig auf einem Formular der KfW-Bank zu dokumentieren ist.

Nun ist ein Immobilienkauf nicht mit dem Einkauf beim Lebensmitteldiscounter zu vergleichen, bei dem in einer Viertelstunde alles erledigt ist. Ein KfW-Kredit ist auch kein Satellit im luftleeren Raum, sondern meist im Kontext mit zusätzlichen Finanzierungen zu sehen. So kann er auch nicht direkt bei der KfW-Bank abgeschlossen, sondern muss immer über ein Finanzierungsinstitut beantragt werden.

https://www.focus.de/immobilien/finanzieren/gastbeitrag-von-carsten-zimmermann-der-kfw-kredit-wird-zur-lotterie_id_13337973.html