Die Preisentwicklung in Coronazeiten

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Immobilienpreise trotz Krise gestiegen!

Auch wenn die Corona-Pandemie weite Teile des öffentlichen Lebens lahm gelegt hat und zum Einbruch der Wirtschaft führte, zeigt sich auf dem Wohnungsmarkt ein Paradox. Laut neuesten Untersuchungen des Immobilienmark der Stadt Landshut zogen die Preise für Immobilien noch einmal deutlich an. Die Steigerungsraten reichen dabei von 7% für Neubauwohnungen bis zu 11% für Objekte in guter Lage. Der größte Sprung ist allerdings bei neugebauten Reihenendhäusern zu verzeichnen. Bis zu einem Fünftel mehr müssen potenzielle Käufer nun pro Quadratmeter bezahlen. In absoluten Zahlen ausgedrückt bedeutet dies ungefähr 7250€.

Den Grund für die signifikanten Teuerungsraten sieht Elvira Holzner von der Holzner Immobilien GmbH vor allem in der gleichbleibend hohen Nachfrage nach Wohnraum in der Region. Selbst die durch Corona bedingten finanziellen Einbußen bei vielen Verbrauchern können diesbezüglich keine Beruhigung der angespannten Lage herbeischaffen.

Ausblick in die Zukunft
Die Immobilienpreise werden wohl auch nach der Pandemie nicht zurückgehen. Dies sehen jedenfalls Branchenexperten als erwiesen an. Insbesondere der Zuzug aus anderen Regionen: Landshut und Umgebung wirkt überdies auf die ohnehin schon bestehende Problematik. Es kann also davon ausgegangen werden, dass sich die Nachfrage in absehbarer Zukunft sogar noch intensiviert. Dies würde wiederum zu einem weiteren Preisanstieg führen.

Mehr Geld für weniger Fläche

Aus den offiziellen Erhebungen geht neben den angestiegenen Preisen allerdings auch hervor, dass Neubauten nun über durchschnittlich weniger Fläche verfügen. Diese Angaben beziehen sich sowohl auf die Wohn- als auch die Grundstücksfläche. Dem Anschein nach sind Konsumenten demnach eher dazu geneigt, Abstriche beim Nutzen hinzunehmen und dennoch mehr Geld zu investieren.

Rückgänge im Gewerbesegment
Ganz anders sieht es dagegen auf dem Gewerbeimmobilienmarkt aus. Hier deuten sich klare Preisdegressionen an. So fielen die Vertragszahlen beispielsweise um stattliche 31%. Die Geldumsätze mussten derweil 44%-prozentige Verluste hinnehmen, auch weil die großen und kostenintensiven Transaktionen seitens der Büro- und Geschäftshäuser ausblieben. Der verstärkte Trend zum Homeoffice dürfte den Abschwung künftig noch beschleunigen.

Wie geht es weiter?
Elvira Holzner ist sich sicher. Da besonders Wohnimmobilien auch einen Nutzen bieten und Landshut ein attraktiver Standort ist, wird sich der dortige Markt weiterhin als krisensicher und robust erweisen. Die Zahlen belegten diese Einschätzung zusätzlich.